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Rotteck Ring

 
Das vierteilige Schauspiel Rotteck Ring hat folgenden Inhalt.

Im ersten Teil spielen vier Schüler des Freiburger Rotteck-Gymnasiums, Claudia, Heiner,
Franz und Thomas, die erste Szene aus einem fiktiven Theaterstück zur Badischen Revolution
1848/49. In der Szene bereitet sich der Freiburger radikal-liberale Abgeordnete Karl von
Rotteck (1775-1840) beim Ankleiden auf eine Rede vor, die er Anfang 1832 vor der
Ständekammer im Badischen Landtag halten will. Thema: Liberalisierung und Demokratisierung,
Errungenschaften und Ziele badischer Politik. Sein Sekretär Franz, der aus dem Volk stammt
(und zumindest dialektnah spricht), ist aufgrund seiner Erfahrungen in der sozialen
Alltagsrealität Prüfstein und Korrektiv für Rottecks Ideen.




Image of rotteck.gif


Anhand eines (historisch nicht belegten, aber möglichen) Besuchs des jungen Mannheimer
Revolutionärs Friedrich Hecker (1811-1881) werden unterschiedliche politische Positionen
des liberalen Vorbereiters der Revolution, Rotteck, und des späteren wirklichen Revolutionärs
Hecker, deutlich. Der Streit ist weitgehend aus historisch belegten Zitaten entwickelt und
nimmt wichtige Gründe für das spätere Scheitern der Revolution vorweg.
gespielten, historischen  Szene offensichtlich werden.  

Erst am Schluss der Szene wird klar, dass die bisherige Handlung Theater im Theater war.
Der Direktor des Gymnasiums, Herr von Gagern, lobt die Schüler fast überschwenglich für ihre
Vorführung und die ebenfalls als zuerst stumme Zuschauerin anwesende Deutschlehrerin, Frau
Schmidt, für ihr Engagement. Während sich die Schüler, jetzt alleine, umkleiden, diskutieren
sie einerseits den politischen Streit, bezogen auf die selbst erlebte Gegenwart, andrerseits
die übertriebene Reaktion des Direktors.

Im zweiten Teil wird bei einem Treffen der vier miteinander befreundeten Schüler in einem
Eiscafé das Problem liberale oder radikale Demokratisierung am gegenwärtigen Problem der
Arbeitslosigkeit durchgespielt. Ein gemeinsames Vorgehen bei einer geplanten Demonstration
wird besprochen. Franz, der in Wirklichkeit am meisten unter den sozialen Spannungen der
gegenwärtigen Gesellschaft  zu leiden hat, fühlt sich als radikalerer Denker von den anderen
isoliert. Das fragile, harmonische Verhältnis ist, auch aufgrund von Eifersucht, zerstört.

Im dritten Teil treffen die vier Schüler nach der Demonstration, an der sie in
unterschiedlicher Weise teilgenommen haben, wieder am selben Ort zusammen. Franz
hatte einen Zusammenstoß mit der Polizei, die ihn offenbar sucht, im Café aber nicht
findet. Im Streit über sein Vorgehen und seine weiteren Absichten wird klar, dass das
geplante Theaterstück zum Jubiläum der Schule mit ihm nicht wie geplant durchgeführt
werden kann. Allen wird klar, daß dem Theaterstück der direkte Bezug zur eigenen
Erfahrungswelt fehlt.

Im vierten Teil versuchen die Schüler durch spontane Improvisation diesen Bezug
herzustellen. Das gelingt aber erst, als durch das Hinzukommen des Direktors der
Druck von außen, etwas zeigen zu müssen, groß genug wird und die Parallelen zur
gespielten, historischen  Szene offensichtlich werden.  


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